Wenn ein neuer Abschnitt im Leben anfängt

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Wenn ein neuer Abschnitt im Leben anfängt

 

Seit Anfang Januar mache ich ein Praktikum. Es wird bis Ende März gehen, also ein recht langer Zeitraum. Auch letztes Jahr habe ich schon ein dreimonatiges Praktikum an derselben Stelle gemacht.

Vielleicht sieht es 2017 so ähnlich bei euch aus: Ein neuer Job ist dran, ein neues Semester oder Ausbildungsstelle, vielleicht ein Auslandsaufenthalt, oder ein Projekt, dessen Team neu zusammengestellt wird.

Bevor ich letztes Jahr im August mein Praktikum anfing, habe ich mir verschiedene Sachen überlegt.

Ich habe mich z.B. gefragt: Was soll das eigentlich bringen?

Um das aufzudröseln, habe ich mir einzelne Fragen mal aufgeschrieben und möchte sie hier mit euch teilen. Vielleicht wird die eine oder andere von euch dieses Jahr auch in eine neue Situation kommen und findet die Fragen hilfreich. 🙂

 

  • Wer möchte ich sein?
  • Welche Ziele möchte ich in der neuen Situation erreichen?
  • Wie will ich die Zeit nutzen?
  • Was möchte ich, das die Leute hinterher über mich sagen / wie sie mich wahrnehmen?
  • Was möchte ich in der Zeit lernen?
  • Wie möchte ich am Ende der Zeit sein?
  • Welche Dinge möchte ich ausprobieren?
  • Wie soll / kann mir diese Zeit helfen, mich weiterzuentwickeln?
  • Wie will ich mich in das Team einbringen?

 

=> Was muss ich tun, um all das zu erreichen?

 

Natürlich kann man die Fragen vorher nur anreißen und sich ungefähr was überlegen. Ich habe aber festgestellt, dass es wirklich gut ist, sich zwischendrin immer mal wieder dran zu erinnern und sich die eine oder andere Fragen vorzunehmen.

Das kann hilfreich sein, um die Zeit nicht irgendwie hinter sich zu bringen, sondern sie aktiv zu seiner eigenen (beruflichen) Weiterentwicklung zu nutzen.

 

Meine eigenen Ziele sind zum Beispiel:

gute Arbeit machen, Eigeninitiative zeigen, Teil des Teams werden, Arbeitsalltag kennenlernen, viel lernen z.B. über Datenbanken

 

Ich habe mir damals auch überlegt, was die Ziele des Kollegenteams sein könnten, in dem ich arbeiten, vielleicht so etwas wie gute Zusammenarbeit, jeder trägt sein Teil zum Gelingen bei, eigene Ideen und Initiative einbringen und gute Arbeit machen.

Dann habe ich noch überlegt, was ich brauche, um meine und die Ziele des Teams zu erreichen. Mir sind eingefallen:

Kraft, Motivation, Interesse, Durchhaltevermögen, Genauigkeit, Offenheit, Kreativität, Freundlichkeit.

Vieles davon klingt eigentlich banal, mir hat es aber geholfen, das alles einmal aufzuschreiben und es quasi direkt vor Augen zu haben. Ich wollte einfach nicht so in mein Praktikum reinschlunzen und mal gucken, was so geht, sondern wollte, dass die Zeit wertvoll wird und mir etwas bringt. Ich wollte vorbereitet sein, vor allem auch innerlich.

 

Ich muss sagen, ich bin sehr froh und auch dankbar, dass ich mein Praktikum auch im zweiten Zeitraum an derselben Stelle machen kann, dass ich mich mit den Leuten so super verstehe und die Motivation aus der Sache selber kommt.

Ich merke auch, dass diese Arbeit an der Datenbank mir liegt, weil man sehr genau und detailfreudig sein muss, um die kleinsten Fehler zu finden und ich liebe es, Ordnung und Struktur zu schaffen.

Und weil ich merke, dass es mir liegt, habe ich Freude daran und weil ich Freude daran habe, mache ich gute Arbeit (denke ich zumindest haha 🙂 ). Ich habe auch sehr viel Verantwortung und kann eigene Ideen einbringen. Und das alles in einer Umgebung, in der ich mich wohlfühle.

Oh mann, ich merke gerade, was für ein Segen und Geschenk dieses Praktikum ist. 🙂

Deshalb: Nach der Hälfte der Zeit (oder einfach nach einer gewissen Zeit) eine Auswertung machen, Bilanz ziehen, was hat geklappt, was nicht, wo muss man vielleicht mit jemandem drüber sprechen, was könnte verbessert werden, wo hapert es noch. Damit nicht die restliche Zeit genauso weitergeht! Es soll sich doch schließlich lohnen.

 

Zum Schluss noch ein heißer Tipp:

Mache irgendwann (wenn es halt dran ist) eine Liste mit allen Tätigkeiten und gelernten Fähigkeiten aus dieser Zeit!

Fasse sie zusammen in Kategorien, damit sie nutzbar werden z.B. für die nächste Bewerbung im Anschreiben und Lebenslauf.

Gleichzeitig gibt es dir einen guten Überblick darüber, was du alles kannst und gelernt hast und das ist gut fürs Selbstbewusstsein! 🙂

 

Ich wünsche allen, die dieses Jahr einen neuen Abschnitt im Leben anfangen, Segen und Gelingen, gutes Reflektieren und eine wertvolle Zeit!

 

2 Kommentare zu “Wenn ein neuer Abschnitt im Leben anfängt”

  1. Anne A.

    Hallo Friede,
    schade, ich hatte schonmal kommentiert, aber da hat das Posten irgendwie am Handy nicht funktioniert. Ich find den Artikel klasse, toll, wie du aus beiden Perspektiven schaust, was die Ziele fürs Gelingen sind.
    Hab noch ne super Zeit bei deinem Praktikum und nutze es für dich am bestmöglichen!
    Liebe Grüße
    Anne

  2. fraufriede

    Anne, hab ganz herzlichen Dank! Ja, ich fand das irgendwie wichtig, zu schauen, was das hinterher für eine Auswirkung haben könnte oder soll – damit ich mich nicht ärgere, meine Zeit verschwendet zu haben, sondern mich freue, dass ich meine Ziele erreicht habe. 🙂
    Das ist ja blöd, dass das Kommentieren mit dem Handy nicht funktioniert hat – weißt du woran das gelegen haben könnte? Eigentlich müsste das ja kein Problem sein…
    Liebe Grüße!

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